Restaurierung der ersten deutschen Radiosternwarte


Auf dem Stockert, einem Berg bei Bad Münstereifel, steht ein technisches Denkmal: Der Astropeiler, das erste deutsche Radioteleskop und Teil der Radiosternwarte Stockert.

Unser Förderverein hat sich zum Ziel gesetzt, die Radiosternwarte nach langer Vernachlässigung wiederaufzuarbeiten. Auf dem Stockert soll ein Lern- und Lehrort für alle physikalisch, technisch und naturwissenschaftlich Interessierten entstehen.


Seit dem 11. Juni 2007 ist der Astropeiler eine Baustelle: Nach vielen Jahren arbeiten wieder Profis am Korrosionsschutz der empfindlichen Metallteile. Die NRW-Stiftung hat verschiedene Firmen mit der Restaurierung der Antenne betraut. Diese Arbeiten sind seit dem Herbst 2007 abgeschlossen, nun folgt die weitere bauliche Sanierung.


Aktuelles und Termine

2009: Ein Jahr voller Arbeit

Verfasst von Jürgen Starek am 10. Januar 2010 - 7:09.

Es ist spät geworden.

Normalerweise setze ich mich nach Weihnachten einige Stunden in Ruhe an den Rechner und schreibe den Jahresrückblick einfach. Aber dieses Mal ist mir beim Durchsehen der 1532 e-Mails, 318 Fotos und dutzender Druckseiten des Jahres 2009 aufgefallen, wie viel sich in den letzten Monaten im Umfeld des Astropeilers getan hat. Deshalb, und weil mir einiges dazwischen gekommen ist, kann der Jahresrückblick leider erst jetzt erscheinen.

Fangen wir an Neujahr 2009 an. In den ersten Monaten des Jahres 2009 hatten wir noch regelmäßige Arbeitstreffen an jedem zweiten Sonntag, zu denen sich die Aktiven trafen. Nach Gesprächen mit der NRW-Stiftung, der die Sternwarte ja gehört, war schnell klar, dass wir alle verfügbare Arbeitskraft auf die Sanierung des Astropeilers konzentrieren wollten, mit dem Ziel, das Teleskop wieder wissenschaftlich nutzen zu können. Aber im Lauf der Zeit kam die Überzeugung dazu, dass wir doch eigentlich, auch wenn das Teleskop noch eine Baustelle war, unsere Arbeit im Rahmen eines "lebenden Museums" schon zeigen könnten.

Der Astropeiler Stockert wurde daher im Zeitraum von Pfingsten bis Ende Oktober jeden Sonntag durch unsere Mitglieder für Besucher geöffnet. Der angebotene Vortrag mit anschließender Führung stieß durchweg auf positive Resonanz. Leider war die Arbeits- und Aussichtsplattform noch immer nicht für den Besucherverkehr freigegeben, was die meisten Gäste verständnisvoll mit dem Versprechen zur Kenntnis nahmen, in der nächsten Saison wiederzukommen.

Besucher am Pfingstsonntag Besucher am Sonnenspiegel

Mit den häufigen Öffnungen haben wir natürlich auch mehr Routine in der Gestaltung unserer Fachvorträge bekommen, und wir denken, dass wir jetzt einen ebenso verständlichen wie inhaltlich anspruchsvollen Vortrag anbieten. Das Feedback der Besucher war jedenfalls immer sehr positiv.

Neben diesem "Museumsbetrieb auf Probe" gab es auch dieses Jahr wieder Kunstausstellungen und Besuche von interessierten Funkamateuren, Wanderern oder Hobbyastronomen. Ganz besonders freut uns dabei, dass die Zusammenarbeit mit umliegenden Schulen, die wir in diesem Jahr begonnen haben, gut angelaufen ist und wir schon einige Veranstaltungen für Kinder anbieten konnten, darunter die beiden "Sternennächte" im Spätherbst. Auch in diesem Bereich haben wir 2009 nur einen Probebetrieb anbieten können, aber auch der sieht schon sehr vielversprechend aus.

Mit den regelmäßigen Öffnungen begannen wir auch, jedes Wochenende am Astropeiler zu arbeiten. Dadurch ging es natürlich zügiger voran, auch wenn wir immer wieder gemerkt haben, dass wir noch deutlich mehr zupackende Aktive brauchen könnten.

Besonders umfangreich waren die Arbeiten an der neuen, automatischen Steuerung des 25-Meter-Spiegels. Kurz vor Weihnachten zeigten die Nadeln der Messinstrumente dann zum ersten Mal, dass Strom durch die Motoren floss. Der Spiegel bewegte sich unter der Kontrolle der wahrscheinlich sichersten und komfortabelsten Handsteuerung, die der Stockert bisher hatte.

Bis alles funktionierte, haben wir einige hundert Meter Kabel verlegt (was bei den relativ engen Kabeltrassen nicht ganz einfach war), sieben Schaltschränke gefüllt, fünf Klemmenkästen mit hunderten Klemmen neu aufgebaut oder neu verkabelt und begonnen, die Antriebstechnik zu überarbeiten.

Als nächste Etappe stehen der Anschluss der Computer mit den astronomischen Fahrprogrammen und entsprechende Testläufe an.

Neben diesen Fortschritten in unserer Arbeit hat sich auch mit Hilfe der NRW-Stiftung, die Eigentümerin der Sternwarte ist, einiges getan. Die Brunnenstube wurde saniert, der Peiler wurde brandschutztechnisch überarbeitet und, dieses Jahr am deutlichsten zu sehen, das Sonnenhaus wurde komplett saniert. Anfang dieses Jahres saßen wir schon im gemütlich geheizten Gebäude unter einem neuen Dach und richteten das Elektroniklabor ein.

Leider mussten die Arbeiten am Sonnenhaus bedingt durch den Wintereinbruch kurz vor Weihnachten unterbrochen werden. Im Frühjahr werden sie aber abgeschlossen sein, und wenn keine ernsthaften Probleme mehr auftauchen, werden wir auch den 25-Meter-Spiegel bis in den Sommer nächsten Jahres in einen Zustand gebracht haben, in dem er regulär genutzt werden kann. Dann werden wir uns eine kleine Pause gönnen -- denn direkt danach geht es mit voller Kraft an den 10-Meter-Spiegel...

Wir wünschen frohe Weihnachten!

Verfasst von Jürgen Starek am 24. Dezember 2009 - 14:40.

Das Astropeiler-Team wünscht allen Unterstützern, Gästen und Mitarbeitern ein schönes Weihnachtsfest! Wir möchten besonders all denen danken, die uns in diesem Jahr mit ihrer Arbeit, mit Spenden oder einfach nur durch gute Ideen unterstützt haben. Ohne die vielfältige Hilfe aus den verschiedensten Richtungen könnten wir ein so großes Projekt nicht bewältigen.

Auch in diesem Jahr werden wir hier in der Zeit "zwischen den Jahren" einen kurzen Jahresrückblick bringen. 2009 war ein arbeitsreiches und spannendes Jahr am Stockert, und dass das Teleskop auf dem Bild oben etwas anders als sonst üblich geparkt ist, verrät vielleicht schon, welches Weihnachtsgeschenk wir uns dieses Jahr selbst gemacht haben :-)

Neues aus Dwingeloo

Verfasst von Jürgen Starek am 16. Dezember 2009 - 22:36.

Im niederländischen Dwingeloo betreut die CAMRAS ein ähnliches Projekt wie unser Verein: ein altes Radioteleskop wird wieder betriebsfähig aufgearbeitet. Im Dezember berichtete ASTRON, das niederländische Institut für Radioastronomie, in seinem Dezember-Monatsbericht (S. 34) über die Fortschritte. Wir gratulieren dem niederländischen Team und wünschen weiterhin viel Erfolg!

Weihnachtsfeier FAS e.V.

Verfasst von ks am 11. Dezember 2009 - 21:41.
19.12.2009 - 17:00
19.12.2009 - 23:59

Weihnachtsfeier aller Aktiven. Wer kommt, der kommt! Jeder bringt mit was er braucht! Start undefiniert, Ende offen. Gäste und Verpflegungsspenden willkommen. Wir suchen noch einen Weihnachtsmann!


Zweite Sternennacht für Kinder

Verfasst von Jürgen Starek am 17. November 2009 - 18:07.
11.12.2009 - 17:00
11.12.2009 - 21:00
Registration is not open

Nach dem großen Erfolg unserer ersten Sternennacht für Kinder im Oktober haben wir beschlossen, am Freitag, den 11. Dezember, von 17 bis 21 Uhr einen zweiten Termin anzubieten. Das Wetter ist im Dezember zwar schlechter einzuschätzen als im Frühherbst, aber andererseits wird es früher dunkel und es sind interessantere Sternbilder zu sehen.

Wie beim letzten Mal stehen neben Sternbeobachtungen mit Teleskopen (soweit es die Witterung zulässt) eine altersgemäße Einführung in die Astronomie und Radioastronomie, eine Führung im Radioteleskop, Workshops zum Bau und Verwendung einer Sternkarte, der Bau eines einfachen Teleskops sowie Geschichten zu den Mythen der Sternbilder auf dem Programm.

Nachdem wir bei der ersten Sternennacht die Kosten unterschätzt hatten, müssen wir beim zweiten Termin leider einen kleinen Unkostenbeitrag von 3 EUR pro Teilnehmer erheben.


Event is Full
Registration is closed.